Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der Clesk Digital GmbH (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden über die Nutzung des Online-Dienstes „Clesk Uptime“ (nachfolgend „Dienst“).
(2) Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB).
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Clesk Uptime ist ein webbasierter Dienst zur Überwachung der Erreichbarkeit von Websites, APIs und Heartbeats. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung auf https://uptime.clesk.space.
(2) Der Anbieter erbringt den Dienst als Software-as-a-Service (SaaS). Eine Überlassung der Software auf Datenträgern oder Installation beim Kunden erfolgt nicht.
(3) Öffentliche Statusseiten, Störungsbenachrichtigungen und historische Verfügbarkeitsstatistiken sind Bestandteil des Dienstes, soweit im jeweiligen Paket enthalten.
§ 3 Registrierung und Vertragsschluss
(1) Die Registrierung erfolgt über das Online-Formular auf der Website. Mit Abschluss der Registrierung und Bestätigung der E-Mail-Adresse kommt ein Nutzungsvertrag zustande.
(2) Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße Angaben zu machen und Zugangsdaten vertraulich zu behandeln.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(4) Der Vertrag über ein kostenpflichtiges Paket kommt zustande, indem der Kunde im Bereich „Abrechnung“ ein Paket auswählt, den Bestellvorgang über die entsprechend gekennzeichnete, zahlungspflichtige Schaltfläche abschließt und die Zahlung autorisiert. Der Vertragsinhalt ergibt sich aus der Bestellübersicht und diesen AGB; der Kunde erhält eine Bestätigung in Textform (Rechnung per E-Mail).
§ 4 Leistungen und Pakete
(1) Der Dienst wird in den Paketen Free, Pro und Business angeboten. Das jeweils enthaltene Monitor-Kontingent, das Prüfintervall und der Funktionsumfang ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website (Bereich „Preise“).
(2) Das Free-Paket umfasst eine dauerhaft kostenlose Grundnutzung mit einer begrenzten Anzahl Monitore (derzeit drei), einem längeren Prüfintervall und E-Mail-Benachrichtigung.
(3) Die kostenpflichtigen Pakete Pro und Business bieten ein höheres Monitor-Kontingent, ein kürzeres Prüfintervall sowie zusätzliche Funktionen (u. a. weitere Benachrichtigungskanäle und Statusseiten). Zusätzliche Monitore können in Blöcken („Add-on“) hinzugebucht werden.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Pakete weiterzuentwickeln, sofern bestehende Verträge nicht unzumutbar benachteiligt werden.
§ 5 Preise und Zahlung
(1) Alle Preise verstehen sich als Bruttopreise in Euro inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht anders angegeben.
(2) Die kostenpflichtigen Pakete werden zu den auf der Website (Bereich „Preise“) ausgewiesenen Festpreisen abgerechnet, wahlweise jährlich oder monatlich im Voraus. Hinzugebuchte Add-ons werden zum jeweils ausgewiesenen Preis zusätzlich abgerechnet.
(3) Bei einem Wechsel in ein höherwertiges Paket oder beim Hinzubuchen von Add-ons während eines laufenden Abrechnungszeitraums wird der anteilige Differenzbetrag für den verbleibenden Zeitraum sofort fällig; die Umstellung wird sofort wirksam. Ein Wechsel in ein niedrigerwertiges Paket wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam; eine anteilige Erstattung erfolgt nicht.
(4) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Mollie (z. B. per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte). Für wiederkehrende Zahlungen erteilt der Kunde ein entsprechendes Mandat; die erste Zahlung wird mit der Einrichtung des Mandats fällig.
(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, nach erfolglosen Zahlungsversuchen den Zugang auf das Free-Paket herabzustufen, bis der ausstehende Betrag beglichen ist.
(6) Der Anbieter kann die Preise für künftige Abrechnungszeiträume anpassen. Eine Preisänderung wird dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt; der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.
§ 6 Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Mindestverfügbarkeit, sofern nicht ausdrücklich ein SLA vereinbart wurde.
(2) Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der Hauptnutzungszeiten durchgeführt und im Dashboard angekündigt.
(3) Der Dienst ist ein Monitoring-Werkzeug. Er ersetzt keine eigenverantwortliche Überwachung kritischer Systeme und befreit den Kunden nicht von der Pflicht, geeignete Notfallmaßnahmen vorzuhalten.
(4) Der Anbieter ist von der Leistungspflicht befreit, soweit und solange die Leistungserbringung durch höhere Gewalt oder sonstige unvorhersehbare, vom Anbieter nicht zu vertretende Umstände (z. B. großflächige Netz- oder Stromausfälle, Angriffe auf die Infrastruktur, behördliche Anordnungen) verhindert wird.
§ 7 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde darf den Dienst nur für rechtmäßige Zwecke nutzen und keine URLs überwachen, deren Überwachung er nicht berechtigt ist.
(2) Der Kunde stellt sicher, dass durch die Monitoring-Abfragen keine unverhältnismäßige Belastung der Zielsysteme entsteht.
(3) Der Kunde ist für die Richtigkeit der konfigurierten Benachrichtigungskanäle verantwortlich.
(4) Auf Statusseiten dürfen keine rechtswidrigen Inhalte (z. B. in Namen, Logos oder Beschreibungen) veröffentlicht werden. Für die vom Kunden eingestellten Inhalte ist allein der Kunde verantwortlich.
(5) Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung des Dienstes durch den Kunden beruhen, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung, es sei denn, der Kunde hat die Rechtsverletzung nicht zu vertreten.
§ 8 Sperrung bei Missbrauch
(1) Der Anbieter kann einzelne Monitore, Statusseiten oder den Zugang des Kunden vorübergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Kunde gegen § 7 verstößt, der Dienst missbräuchlich genutzt wird (z. B. Überwachung fremder Systeme ohne Berechtigung, Angriffe, übermäßige, den Betrieb beeinträchtigende Last) oder die Sperrung zum Schutz der Infrastruktur, anderer Kunden oder Dritter erforderlich ist.
(2) Die Sperrung wird dem Kunden, soweit zumutbar, vorher angekündigt; andernfalls wird er unverzüglich nachträglich informiert. Die Sperrung wird aufgehoben, sobald ihr Grund entfallen ist.
(3) Die Entgeltpflicht bleibt von einer berechtigten Sperrung unberührt. Weitergehende Rechte des Anbieters, insbesondere zur außerordentlichen Kündigung, bleiben unberührt.
§ 9 Widerrufsrecht
Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung.
§ 10 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit gekündigt werden. Die Kündigung ist über die Kündigungsseite oder per E-Mail an hey@clesk.de möglich.
(2) Bei Kündigung durch den Kunden endet der Zugang zum kostenpflichtigen Paket zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums; anschließend wird das Konto auf das Free-Paket umgestellt. Bereits gezahlte Entgelte für den restlichen Zeitraum werden nicht anteilig erstattet, sofern der Kunde nicht ein gesetzliches Widerrufsrecht ausübt.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(4) Der Anbieter kann kostenlose Konten, die länger als zwölf Monate nicht genutzt wurden, nach Ankündigung per E-Mail an die hinterlegte Adresse mit einer Frist von mindestens 30 Tagen löschen. Meldet sich der Kunde innerhalb der Frist an, unterbleibt die Löschung.
§ 11 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
(3) Eine Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn oder Datenverluste ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Der Anbieter haftet nicht für Ausfälle oder Fehlalarme, die durch Störungen bei Drittanbietern, Netzwerken oder den vom Kunden überwachten Zielsystemen verursacht werden.
(5) Gegenüber Unternehmern ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit, außer in den Fällen des Absatzes 1, der Höhe nach begrenzt auf das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlte Entgelt.
(6) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz, bei Arglist sowie aus einer vom Anbieter ausdrücklich übernommenen Garantie bleibt von den vorstehenden Beschränkungen unberührt.
§ 12 Änderungen dieser AGB
(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aufgrund von Gesetzesänderungen, Änderungen der Rechtsprechung oder der Weiterentwicklung des Dienstes erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Die Hauptleistungspflichten (Leistungsumfang und Preis des gebuchten Pakets) können auf diesem Weg nicht geändert werden; hierfür gelten § 4 Abs. 4 und § 5 Abs. 6.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Rechtsfolge und das Widerspruchsrecht wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.
§ 13 Datenschutz
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
(3) Der Kunde kann gegen Forderungen des Anbieters nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen; ein Zurückbehaltungsrecht kann er nur auf Ansprüche aus demselben Vertragsverhältnis stützen.
(4) Vertragssprache ist Deutsch. Soweit der Anbieter Übersetzungen dieser AGB oder des Dienstes bereitstellt, dienen diese lediglich der Information; maßgeblich ist die deutsche Fassung.
(5) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(6) Stand: Juli 2026